Friedemann Hasse


Musik zum Träumen ...

Ein buntes Album

Geschrieben von Friedemann Hasse | 27th Jul, 2015

Für das Albumprojekt mit Weltkind hatte ich von Anfang an ein musikalisch möglichst „buntes“ Programm vorgesehen. Nicht nur die Texte sollten ein breites Spektrum bieten, sondern auch die Musik. Mit unserem Streichquintett gibt es da schon viele Möglichkeiten. Dazu kommen die vier verschiedenen Sänger, die alle ihren persönlichen Stil mit einbringen. Zusätzlich wollte ich bei drei Stücken des Albums erforschen, wie das Streichquintett mit drei verschiedenen Rhythmus-/Harmonie-Instrumenten zusammen spielt.

Das erste Stück ist ein Instrumentalstück. Es ist nach dem Pariser Café Le Jardin d'en Face benannt. Bei diesem Stück wird unser Streichquintett durch das Piano ergänzt. Auf der CD spielt dafür mein früherer Klavierlehrer und alter Freund aus Studentenzeiten Hartmut Sauer ein. Hartmut hat mir in nur einem Jahr ein tiefes Verständnis für sein Instrument mitgegeben und mich so weit gebracht, dass ich zumindest das Klavier als Arbeitsinstrument zum Musikschreiben nutze. Er ist rund um den Globus ein erfolgreicher Konzertpianist. Kompliziert wurde die geplante, gemeinsame Aufnahme durch den Umstand, dass er als Professor in Südkorea berufen wurde. Wir haben die Möglichkeit erörtert, dass er die Klavierspuren in Südkorea aufnimmt und sie uns übers Internet zuschickt. Darunter hätte aber das Zusammenspiel gelitten. Zum Glück für mich lebt und arbeitet Hartmuts Frau in Deutschland (- sie ist Geigerin und Geigenlehrerin), so dass er alle Gelegenheiten nutzt, um nach Deutschland zu kommen. Tatsächlich haben wir einen gemeinsamen Termin gefunden. Wie nicht anders zu erwarten hat Hartmut brillant gespielt. Wir haben drei Durchläufe gemacht, dann war der Titel im Kasten. Einziges Hindernis war übrigens der quietschende Piano-Hocker. Möglicherweise hört man denselben auf der CD. Mit diesem Gedanken habe ich mich aber inzwischen arrangiert, immerhin ist der Titel einem Café gewidmet und was wäre schon ein Café ohne quietschende Stühle…

Das zweite Stück ist ein Song für meine Tochter. Es heißt „Deine Welt“ und wäre fast auf der Stilbruch-CD gelandet. Als ich erste Zweifel hatte, ob meine Zukunft wirklich in der Gruppe Stilbruch liegt, habe ich es aus unserem damaligen Probenplan gestrichen. Ich bin inzwischen recht froh darüber, dass es auf die erste Weltkind-CD darf, denn einen passenderen Platz hätte das Lied nicht finden können. Arrangiert habe ich den Song fürs Streichquintett, Schlagzeug, Gesang und Marimbaphon. Dass Marimbaphon die richtige Wahl war, habe ich nicht nur in der Probe gemerkt. Meine Tochter ist noch nicht ganz ein Jahr alt und völlig vernarrt in Glockenspiele! Sie „spielt“ inzwischen abwechselnd mit beiden Händen auf ihrem kleinen, bunten Kinderglockenspiel, manchmal singt sie zum Glockenspielklang. Als Marimba-Spieler habe ich deshalb ein entsprechendes Vorbild für sie angefragt, nämlich meinen alten Kommilitonen, der mittlerweile Solo-Schlagzeuger der Elblandphilharmonie Sachsen ist, Stefan Köcher. Ich freue mich auf das Ergebnis!

Der dritte und letzte Titel ist zugleich der jüngste. Eigentlich hatte ich vor 2 Monaten nur eine Skizze geschrieben und dachte dann: Gitarre – das ist es! Also habe ich diese Skizze einfach dem Tim von Byebye gegeben und gesagt: „Mach mal“. Und wie er gemacht hat! Schon am nächsten Tag kam eine Aufnahme per E-Mail, die nahezu unverändert auf die CD kommen soll. Dazu gespielt haben Philipp Rohmer am Kontrabass und Norbert Anger am Cello. Romy singt. Ich hätte nie gedacht, dass aus dieser einfachen Skizze so etwas Schönes entstehen kann! Manchmal muss man einfach nur die richtigen Leute ansprechen…

Hier reinhören:


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