vita & referenzen
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Friedemann Hasse, geb. 1985 in Dresden, ist Violin- und Orchesterpädagoge, Arrangeur und Komponist. Seine Faszination für sinfonischen Orchesterklang, für Geschichten und für das Medium Film führen ihn immer wieder zu einer musikalischen Suche nach neuen Stoffen und Ausdrucksweisen. Intensiv arbeitet er daran, Texte und außermusikalische Inhalte genau zu verstehen, zu erspüren und treffend musikalisch umzusetzen. Dabei soll die Musik stets der eigenen Neugierde entspringen und überraschen können. Stilistisch werden Genregrenzen regelmäßig übertreten.
Sein Schaffen umfasst Filmmusik, instrumentale Kammermusik, Orchesterwerke sowie Literaturvertonungen, Kammeropern, Singspiele und pädagogische Werke.
Ab dem 6. Lebensjahr lernte er Violine bei Franziska Gräfe und Prof. Volker Dietzsch. Im Dresdner Jugendsinfonieorchester und im Landesjugendsinfonieorchester kam er unter Prof. Milko Kersten intensiv mit Orchesterliteratur und Orchesterklang in Berührung. Ab dem 16. Lebensjahr bekam er Kompositionsunterricht bei Silke Fraikin und wurde Mitglied der Kinderkomponistenklasse Halle-Dresden. Mit 18 Jahren folgten erste Uraufführungen in größerem Rahmen, u. a. mit der Sinfonietta Dresden im Kulturrathaus sowie mit der Orchesterpatenschaft des Heinrich-Schütz-Konservatoriums und der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast Dresden. Es schloss sich ein Lehramtsstudium mit Musik (Hochschule für Musik Carl Maria von Weber) und Germanistik (TU Dresden) an. Bis 2015 war Hasse Geiger der Akustikrockband Stilbruch – einer der erfolgreichsten Straßenmusikbands Europas. Nebenher spielte er in freien Ensembles im Bereich Jazz/Rock/Pop und Klassik. Ab 2015 war er Hauskomponist des freien Ensembles „Weltkind“, deren Veröffentlichungen vor allem im Rundfunk Beachtung fanden: MDR Kultur, Deutschlandradio Kultur, ORF, BR und als Filmmusik im MDR-Fernsehfilm „Einfach himmlisch“. 2005 erhielt er für die Brecht-Vertonung „Maske des Bösen“ den „2. Kompositionspreis“ des Landes Sachsen-Anhalt. 2019 schrieb er gemeinsam mit dem Komponisten Steven Tanoto die Musik zur Kammeroper „Ida, Erdenheldin“ (Staatsoper Hamburg unter musikal. Leitung von Ingmar Beck). 2023 gewann das von ihm geleitete Junge Sinfonieorchester Landkreis Leipzig den Deutschen Jugendorchesterpreis mit dem gemeinsam mit den Schülern entwickelten Konzertprogramm und Gesamtkonzept „Klänge der Welt“ (Musik mir mehreren Uraufführungen, Schauspiel, Tanz, Länderbuffet und Ausstellung für Kinder). 2023 war Hasse einer von 10 Finalisten in dem 25. Internationalen Komponistenwettbewerb „Carl Orff Competition“, deren Werke in der Münchener Allerheiligenhofkirche uraufgeführt wurden.
Friedemann Hasse lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der Nähe von Leipzig, arbeitet als freischaffender Komponist und Violinen- sowie Orchesterpädagoge an der Musik- und Kunstschule Landkreis Leipzig und engagiert sich in verschiedenen Vereinen für die Nachwuchsförderung im Musikbereich.
2005
„2. Kompositionspreis“ des Landes Sachsen-Anhalt
2013
Auszeichnung "Bester Nachwuchskünstler" mit Band Stilbruch, zur Gala-Veranstaltung 20 Jahre Ticket-Center
2023
Deutscher Jugendorchesterpreis mit Jungem Sinfonieorchester Landkreis Leipzig
2023
Nominierung 25. Internationaler „Carl Orff Competition“
Kammeropern/Singspiele
- Musical „Kolk - Der Mut, anders zu sein“ gemeinsam mit Komponist Jan Masanetz (2025, Parkarena Neukieritzsch & Tresenwaldhalle Machern)
- „Sterntaler“, Singspiel für Kinderchor und Kammerorchester (2024, Leipzig)
- „Märchen-Mosaik“, Singspiel für Kinderchor und Kammerorchester (2022, Kulturkraftwerk Leipzig)
- „Emma und der Blaue Dschinn“, Kammeroper für Alt, Tenor, Kinderchor und Kammerorchester nach dem Kinderbuch von Cornelia Funke und Liedtexten von Beate Seidel (2021, Kulturkraftwerk Leipzig)
- „Tanz des Poseidon, ein Seefahrer-Märchen“, Kammeroper für Alt, Tenor, Kinderchor und Kammerorchester (2020, Kulturhaus Breitungen/Werra)
- Ida, Erdenheldin (2019, Staatsoper Hamburg, Leitung: Ingmar Beck, Regie: Maike Schuster)
- Singspiel „Franz von Assisi“, Singspiel für Alt, Kinderchor und Kammerorchester (2019, Schloss Herrenbreitungen)
- „Der Graue Rock“, Kammeroper für Tenor, Bariton, Bass, Kinderchor und Kammerorchester (2018, Schloss Herrenbreitungen)
Filmmusik
- "Einfach himmlisch!"; Fernsehfilm von Adina Rieckmann (MDR, 2015 & 2017)
Orchesterwerke
- „Stimmen der Wasser: Konzert für Akkordeon, Harfe, Marimba und Orchester“ (2024, Kulturhaus Böhlen, Leipziger Symphonieorchester)
- „Landkreis-Miniaturen: 8 Miniaturen für Solo-Instrumente, Tanz und Orchester“ (2023, Kulturhaus Böhlen, Leipziger Symphonieorchester)
- Neun Nachtgesänge für Chor und Orchester nach Gedichten von Friedrich Hölderlin (2020)
- Konzert für Horn und Orchester (2005, Kulturpalast Dresden)
Kammermusik
- Der Gipfelzwerg (Violine & Klavier, 2024 gewidmet meiner Tochter)
- Die Zauberfrucht (Violine & Klavier, 2024 gewidmet meiner Tochter)
- „Farben“ für Klarinette, Violine und Kontrabass (2016, Auftrag der Stadt Chemnitz)
- Mon Parnasse (Streichquartett, 2013)
- Le jardin d’en face (2015, Streichquintett, Perc.)
- Gare du Nord (2015, Streichquintett, Perc.)
Gedichtvertonungen und Lieder (Auswahl):
Maske des Bösen (Bertolt Brecht), Weltlauf (Heinrich Heine), Der Nervenschwache (Ernst Blass), Du bist mein Land (Christian Morgenstern), Hälfte des Lebens (Friedrich Hölderlin), Wo wird einst (Heinrich Heine), Mein Liebeslied (Else Lasker-Schüler), Der Sternanzünder (Mascha Kaléko), Solo für Frauenstimme (Mascha Kaléko)…